Kinderbetreuung in Österreich

Kinderbetreuung ist ein Thema, das Eltern wie auch Gemeinden, Politik und nicht zuletzt ArbeitgeberInnen beschäftigt. Vor allem Eltern, die beabsichtigen, wieder in ihren Beruf zurückzukehren, brauchen Informationen über Betreuungsangebote. 

Bitte setzen Sie sich bei konkreten Fragen mit der Fachabteilung Ihrer Universität in Verbindung. 

Institutionelle Kinderbetreuung

Grundsätzlich gibt es:

  1. Kinderkrippen/Krabbelstuben betreuen ausschließlich Kinder bis zum Alter von 3 Jahren, das Einstiegsalter ist unterschiedlich.
  2. Eine Tagesmutter/ein Tagesvater betreut ein oder mehrere Kinder bei sich zu Hause im Familienverband. Oft sind die Betreuungszeiten bei Tagesmüttern/Tagesvätern individueller zu regeln als bei Kinderkrippen, Kindergärten oder Kindergruppen.
  3. In allen Bundesländern existieren Kindergärten, in denen Kinder i.d.R. vom vollendeten 3. Lebensjahr bis zum Schuleintritt betreut werden. 
  4. Seit 2010/2011 ist der halbtägige Kindergartenbesuch (mindestens 16 Stunden pro Woche) für Kinder, die bis zum 31. August das 5. Lebensjahr vollendet haben, von September bis Juni (mit Ausnahme der Schulferien) verpflichtend. In begründeten Fällen kann die Befreiung von der Besuchspflicht des Kindergartens beantragt werden.
  5. Ebenso gibt es in allen Bundesländern Gruppen, in denen Kinder altersübergreifend (etwa zwischen 1,5 und 10 Jahren) betreut werden. Die Bezeichnungen dafür variieren: Kinderhäuser, Familiengruppen, alterserweiterte Gruppen.
  6. Kindergruppen sind meist von Eltern verwaltete und in Form eines Vereins organisierte Einrichtungen, die grundsätzlich Kinder bis 16 Jahren betreuen können.
  7. Die Schulpflicht beginnt in Österreich mit dem auf die Vollendung des 6. Lebensjahres folgenden 1. September und dauert neun Schuljahre.
  8. Horte sind Einrichtungen, die Schulkinder im Pflichtschulalter vorwiegend am Nachmittag außerhalb des Schulunterrichts betreuen.
  9. Im Bereich der schulischen Nachmittagsbetreuung kann zwischen drei Formen differenziert werden:
    1. Schulische Nachmittagsbetreuung an ganztägigen Schulen ohne Verschränkung von Unterrichts- und Betreuungszeiten (Tagesheimschule)
    2. Schulische Nachmittagsbetreuung an ganztägigen Schulen mit Verschränkung von Unterrichts- und Betreuungszeiten (Ganztagsschule)
    3. Sonstige Betreuungsformen an halbtägigen Schulen  

Zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten

BabysitterInnen, Leihomas oder Leihopas wie auch verschiedene Angebote institutioneller flexibler Kinderbetreuung unterstützen Sie bei der Betreuung außerhalb der regulären Betreuungszeiten.

Pädagogisch qualifizierte Personen oder auch Au-pair-Kräfte können als befristete Unterstützung für Familienarbeit/Kinderbetreuung eingesetzt werden.

Private Initiativen (Elternnetzwerke, wechselseitige Kinderbetreuung, Spielgruppen etc.):

Kontakte zu weiteren Initiativen finden Sie am besten über die regionalen Eltern-Kind-Zentren oder über die Fachabteilung Ihrer Universität

Zusatzinformationen: Für Familien mit Kindern in Ausnahmesituationen

  • genau jetzt! www.tagesmuetter.co.at

  • KiB children care – Verein rund ums erkrankte Kind (österreichweit): Unterstützung im Falle von Krankheit des Kindes oder dessen Betreuungsperson: www.kib.or.at

  • MoKiDi – Mobiler Kinderkrankenpflegedienst des Hilfswerks Steiermark: www.hilfswerk.at

  • Familienhilfe der Caritas Steiermark: www.caritas.at

  • Mobile Kinderbetreuung für Zuhause: Kinderdrehscheibe Steiermark: www.kinderdrehscheibe.at

  • Kumplgut – Kostenloser Aufenthalt am Erlebnishof für Kinder nach schwerer Krankheit mit ihren Familien: www.kumplgut.at

  • Rainbows – Begleitung von Kindern und Jugendlichen, die von Trennung oder Scheidung der Eltern oder vom Tod eines nahestehenden Menschen betroffen sind: www.rainbows.at

  • Vivid – Fachstelle für Suchtprävention: www.vivid.at

  • Global Family Charity Resort – Kostenloser Urlaub für Kinder und ihre Familien, die sich in schwierigen Situationen befinden: www.global-family.net