Wissenschaftsvermittlung an Kinder und Jugendliche

Die Kinderunis sind seit vielen Jahren eine erfolgreiche Fördermaßnahme, um frühzeitiges Interesse für Wissenschaft, Forschung und Kunst zu schaffen. Allein 2014 haben rund 35.000 Kinder im Alter von sechs bis 15 Jahren an entsprechenden Veranstaltungen in ganz Österreich teilgenommen. "Der spielerische Zugang zu wissenschaftlichen Themen und die Lust am Lernen machen den Reiz und Erfolg dieses Formats aus. Für viele der jungen Zuhörerinnen und Zuhörer ist die Kinderuni der erste Kontakt mit dem Hochschulbetrieb, der aber auch Grundstein für eine spätere akademische Laufbahn sein kann", sagt Wissenschafts- und Forschungsminister Reinhold Mitterlehner.

Die Grundidee der Kinderuniversitäten ist es, die kindliche Neugier auf Neues zu wecken, kritisches Denken anzuregen und Spaß am Lernen und Entdecken zu vermitteln. Geboten wird ein altersgemäßer Zugang zu Wissenschaft, Forschung und Kunst. Kinder verschiedener Altersgruppen besuchen Vorlesungen, Workshops und Seminare in Hörsälen, Laboren und Seminarräumen der beteiligten Universitäten. Die Kinderuni-Studierenden erhalten ihren persönlichen Studienausweis und ein Studienbuch, schreiben Artikel für die Uni-Zeitung oder bauen Radios und Musikinstrumente und tauschen sich mit anderen Kinderuni-Studierenden aus. Eine wichtige Zielgruppe sind Kinder aus bildungsfernen Schichten und Kinder mit Migrationshintergrund.

International gibt es mehr als 342 Kinder- und Junior-Universitäten in 25 Ländern, allein im deutschsprachigen Raum bieten mehr als 100 Hochschulen entsprechende Angebote an. Das österreichische Wissenschaftsministerium hat die Kinderunis zwischen 2008 und 2014 mit rund vier Millionen Euro gefördert.